Heute schau‘ ich wieder einmal bei Ulli vorbei. Entsprechend früh bin ich dran. Ich will ja alleine bei der Schwarzen Madonna sein. Wetter und Kondition passen. Ich starte kurz nach acht in der Griesleiten. Zwei Fahrzeuge parken. Das bedeutet, ein bisserl Gas geben sollte nicht schaden.
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Gernot und Renate haben für ein paar Tage Quartier beim Pierer auf der Teichalm bezogen. Da kommen wir zu Besuch.
Am Mittwoch wird brav gelaufen, der Donnerstag zeigt sich wettertechnisch von einer überraschend freundlichen Seite. Renate hat einen Virus erwischt (darf man das in Covid19-Zeiten überhaupt?) und genießt die Annehmlichkeiten des überaus gelungenen Hotels, während Gernot, Sabine und ich auf den Hochlantsch wandern.
Knapp unterm Gipfel hat Sabine das Pech, dass sich ihre Schulter beim ersten Felskontakt mit einem Schnalzer meldet. Das tut weh und schmerzt, weil sich damit die Chancen auf Wassersport deutlich eintrüben. Die Sache mit den Bergen ist jedenfalls, vorsichtig gesagt, keine Liebe auf den ersten Blick.
Gute Ablenkung bieten die Steinböcke. Gernots geübtes Auge, stets nach Wild Ausschau haltend und das nicht nur im Menü, entdeckt Objekte der Begierde in der Nähe. Mittlerweile habe ich Erfahrung und weiß schon, dass sie weder scheu noch aggressiv sind. Rasch bin ich in das kleine Rudel integriert. Vielleicht akzeptieren sie den bunten Paradiesvogel gar als Leitbock. Ich weiß es nicht. Vielleicht sind sie irgendwann grantig und meine Zeit als geduldetes Mitglied der Herde läuft schneller ab, als ich laufen kann. Wer weiß so was schon?






Kurzurlaub: St. Martin am Tennengebirge
Zwischenhochdruckeinfluss – was für ein feines Wort! Carina, Jasmin, Vicky und ich starten am Mittwoch Richtung St. Martin am Tennengebirge. Ein bisserl zeitversetzt startet Sabine in Graz. Es regnet – unentwegt. Aber es wird besser werden.
Bei der Ankunft am Martinerhof in St. Martin setzt etwas Ernüchterung ein. Das Essen passt nicht – okay, wir waren blöderweise ein paar Stunden zuvor beim Mecki, oder so. Ob die hier überhaupt Pferde haben? Und der Reitlehrer auf der Facebook-Seite! Da sind sich die Mädels einig, dass sie ihm etwas erklären werden. Am Ponyhof ist eh alles besser und überhaupt.
Das Appartement ist fein und das Frühstück liefert auch genug Kalorien. Die Sonne lacht und so geht es zur ersten Reitstunde. Der Reitlehrer ist ein 69-jähriger Franzose mit lustigem Akzent. Er war Offizier bei der französischen Kavallerie. Jean-Paul ist einer ganz nach meinem Geschmack. Er pfeift sich recht wenig. Nicht nur die Corona-Vorschriften ignoriert er. Freundlich schüttelt er die Hand.
Die Pferde machen einen guten Eindruck. Die erste Stunde ist voller neuer Aufgaben – zumindest für mich. Aber die echte Besonderheit ist Sabines erste Reitstunde. Nach ein paar Minuten lässt Jean-Paul sie von der Longe und meint bald darauf, dass sie ja wohl selbständig durch die Halle gehen kann. Den Slalom zwischen den Huterln sollte sie auch schaffen. Er selbst steckt sich eine Zigarette an und überlässt Sabine ihrem Schicksal. Um so weit zu kommen, muss man in jedem anderen Reitstall schon mal zwei Zehnerblöcke investieren.
Während Sabine und ich am Nachmittag eine Runde laufen, reiten die Mädels nochmals. Na ja, Springen findet Jean-Paul ohnedies viel besser. Die Mädels stimmen zu und so werden Hindernisse aufgebaut. Vicky ist gerade ein Mal mit Bajazzo ein bisserl gesprungen und wird eingeladen, die 100 cm zu probieren. Geht doch! Da schmeckt dann auch das Abendessen.
Am Freitag wandern Sabine und ich von St. Martin über die Buttermilchalm auf die Ostermaisspitz und über das Korein und die Karalm wieder zurück (Details auf garmin.com). Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel – tadellos! Sabine hält tapfer durch – passt. Die Mädels verbringen die Zeit bei den Pferden und sind sichtlich zufrieden. Auch Sabine nimmt noch eine Reitstunde. Diesmal etwas angespannter, aber dafür mit freiem Traben – wieder ein Zehnerblock übersprungen.
Am Samstag machen die Mädels mit Jean-Paul einen Ausritt. Dabei stürzt Carinas Pferd in einer Kurve. Schürfwunden, blaue Flecken, ein verbeulter Helm und ein gerissener Sattelgurt sind die Folgen. Carina nimmt es wie ein Boss! Sabine und ich leihen E-Bikes. Für mich ist es das erste Mal, dass ich auf so einem Gefährt unterwegs bin. Daran muss ich mich gewöhnen. Man macht so schnell und so mühelos Höhenmeter. Wir treffen die Reiter beim Halmgut zum Mittagessen. Danach noch schnell in den Badeteich, ehe schon wieder geritten wird. Auch ich nehme ein paar Hindernisse. Ich komme drüber, aber sonderlich gut läuft es nicht. Aber es wird. Vicky stürzt immer wieder, aber das kümmert weder sie noch Jean-Paul. Sachen gibt’s.
Am Sonntagmorgen reisen wir wieder ab. Das Zwischenhoch und das verlängerte Wochenende sind aus – schade! Training und Vatertagspflichten warten. Wir rauschen in getrennte Richtungen heimwärts. Toll war’s, wir kommen wieder!



Klettersteig: ÖTK-Steig – Blutspur
Eigentlich wollte ich Ulli besuchen. Sogar eine neue Überhose hätte ich dabei, aber es regnet schon bei der Anfahrt. Die Hohe Wand sieht da noch trocken aus. Ich nehme die Abfahrt.
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Ende der Quarantäne, flache Druckverteilung,.. was macht man da? Sabine schlägt Skifahren vor. Der Wetterbericht verspricht wenig Sonne, aber wechselt auch schnell. Meine Vermutung ist, dass es sicher nicht die ganze Zeit schlecht aber auch nicht die ganze Zeit schön sein wird. Und was macht man bei Schlechtwetter überhaupt am Gletscher? Ist es da nicht ohnedies langweilig flach?
Ob ich nicht doch die Skier für alle Fälle ins Auto tun mag? Mag ich dann doch, und recht hat sie!
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Noch immer gibt es keine Nächtigungsmöglichkeit für Private. Wir überlegen Gesäuse oder Totes Gebirge. Aber die An- und Rückfahrt mit sechs Stunden schreckt uns ab. Also, wieder einmal Rax – hurra!
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Jetzt kenne ich in der Umgebung wirklich schon bald alles auswendig! Ich studiere die Karten, aber die feinen Sachen sind alle zu weit weg. Und da die Hotels weiterhin geschlossen bleiben müssen, sollte es eine Eintagestour sein. Also, wieder einmal Hochschwab – auch nicht schlecht!
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Mit den richtigen Schuhen bin ich an den Ort der Umkehr zurückgekehrt und erlebe so einiges. Aber der Reihe nach!
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Kein Hotel, kein Gasthaus,.. Nix hat offen. Den Schneeberg und die Rax kenne ich schon in aller Stille. Also, mal ein bisserl weiter mit dem Auto, nach Seewiesen und hier ist dann doch nicht alles so einfach.
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Das Höllental ruft und Gernot und ich erkennen, dass wir das letzte Mal 2018 am Akademikersteig waren. Seil, Exen, Friends,.. alles rein in den Rucksack. An die Verwendung können wir uns beide nicht mehr so recht erinnern, aber das wird uns in der Wand dann schon einfallen.
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