Nix hat er mit! Anders als geplant wollen wir ein bisserl Berge trainieren. Gernot ist aus Kärnten da und hat im Kopf den Wetterbericht von vorgestern. Gerademal Laufausrüstung hat er zu bieten. Da fällt der Domeniggweg dann aus. Wir starten stattdessen in Hinternasswald.
Die Sonne versteckt sich – gut so! Leichten Fußes, denn Laufschuhe sind nun mal leicht, geht’s die Reißthalstraße nach hinten zum Rehboden. Gernots Uhr zeigt in Sachen Herzfrequenz Phantasiewerte und das trotz neuem Pulsgurt. Ab der Gamseckerhütte zündet Gernot den Raketenantrieb und schießt Richtung Grabnergupf, als gäbe es kein morgen. Na bitte, da tut sich einmal was! Er war in der Woche in Kärnten am Raketenweg unterwegs. Das hat inspiriert. Beim Einstieg ist uns dann, weil schweißgebadet, entsprechend kalt, Schichten werden angelegt. Die Kraxelei ist wieder einmal herrlich. Der Fels griffig und trocken, die Route ein bisserl länger als in Erinnerung. Trotzdem ist die Kletterei leider zu schnell vorbei. Unsere Erkenntnis: Mio hätte hier nichts verloren.
Spätestens bei der Rast auf der unbewirtschafteten Grasbodenalm fällt die Entscheidung, dass wir nicht mehr zum Habsburghaus aufsteigen werden. Beide waren wir schon unabhängig voneinander dort und haben nur ein Schild mit „Heute geschlossen“ und ein Funkgerät für Notfälle vorgefunden. Das reicht uns als Ausrede, in unseren Trailschuhen den Bärenlochsteig und infolge die Wildfährte runterzutänzeln, soweit das in unserem Alter als tänzeln bezeichnet werden kann.
Zurück beim Auto empfehle ich die Rax-Königin in Naßwald. Gernot wird schauen. Auf die Thai ist Verlass. Das Gasthaus ist offen. Thailändische Spezialitäten und lokale Hausmannskost treffen aufeinander. Papayasalat und Rindschnitzel schmecken hier gleichermaßen ausgezeichnet. Eine Empfehlung! Wir sind entzückt und schließen so unsere gelungene Trainingstour ab.
Tadellos!






