Fuchsloch – Martinsteig

Wieder einmal Rax – zweifelhaft prickelnd, aber notwendig für die Vorbereitung bzw. um in Schwung zu bleiben! Am Vorabend fragt Gernot in die Gruppe, ob wir ihm Grödel mitbringen können, und Renate lässt mich wissen, dass Gernot Grödel will. Was ist denn das wieder für ein Blödsinn? Ich überlege die Kurze, verwerfe den Gedanken aber, weil Temperaturgrade um die Null und Wind am Plateau zu erwarten sind. Gernot hat außerdem nur die Trailrunningschuhe in Wien. Und ich hab den El Sombrero in Laufschuhen ohne jedes Profil bestiegen. Aber meinetwegen, soll sein.

So stehen wir am Preinergscheid und los kann es gehen. Beim Einstieg des Fuchslochsteigs erwartet uns dann ein erstaunlich langes Schneefeld. Hart ist es auch. Na, zum Glück haben wir die Grödel mit. Mit den Grödeln ist all das kein Problem. Mio schafft sogar ohne Hilfe das kurze, steile Wandl, das in manchem Bergführer, als zwei Meter hohe, senkrechte Schlüsselstelle beschrieben wird. Okay, Mio haben ein bisserl die Haxen gezittert, aber – schwupps – und oben war er. Nochmals ein Schneefeld, wo die Grödel nicht ganz falsch sind und auf der anderen Seite runter zum Karl-Ludwig-Haus.

Schlangenweg oder Karl-Kantner-Steig? Wir probieren den Karl-Kantner-Steig und finden ihn nicht. Das Waxriegelhaus bleibt links liegen. Und dabei wäre heute gar nicht Suppen-Dienstag. Mann oh! Der Grund fürs Falschgehen mag wohl darin begründet sein, dass wieder einiges an Schnee liegt. Zum Glück sind Latschen da, an denen man sich elegant oder auch weniger elegant ablassen kann. Mio rutscht gelegentlich am Bauch und bremst mit den Gogerln. Effizient, aber auch nicht elegant. Ich mache es jedenfalls nicht nach. Da hänge ich lieber wie ein Affe an den Latschen. Der Verdacht härtet sich, dass wir den Martinsteig gehen. Auch recht! Hunger ist eh keiner recht vorhanden.

Wir erreichen also ohne Einkehr wieder das Auto, und sind derart zu einer völlig überraschend kurzweiligen Bergtour gekommen. Tadellos!

Die Tour auf Garmin