30. Skitour: Rettenegg – Stuhleck

Die erste Skitour in dieser Saison steht an. Daheim ist es wegen der sich ständig ändernden Terminlage bei Ullis OP stressig. Aber den Tag nehme und bekomme ich frei und nütze ihn für den Einstieg in diese Saison. Gernot ist natürlich dabei.

Der Pfaffensattel ist winterlich. Vielleicht ist das der Grund, warum uns Google Maps immer irgendwie rundherum leiten will. Aber wir sind unerschrocken. Geht doch. 

Der Aufstieg vom Forellengasthof ist ein friedliches Unterfangen. Der Weg ist als Skitour gekennzeichnet, da kann nicht viel schiefgehen. Wir sind brav mit Lawinenausrüstung unterwegs, obschon es offenkundig ist, dass ein Schneebrett heute schlicht unmöglich ist. Aber sag‘ niemals Nie und schon gar nicht, nur weil das letzte Hoppala 11 Monate her ist.

Also, der Aufstieg macht Spaß nach dem langen Entzug. Schnee liegt ausreichend aber nicht massig. Oberhalb der Waldgrenze wird es dann gar wenig. Für den Aufstieg ist das kein Problem. Runter könnte es mühsam werden. 

Am Alois-Günther-Haus ist einiges los, alle Tische sind besetzt. Ich habe einen entgangenen Anruf von Ulli, aber keinen Empfang. Ein paar Minuten später ist Gernot da. Er hat auch einen entgangenen Anruf und auch keinen Empfang. Unruhe macht sich breit. Nacheinander wagen wir uns in den eisigen Wind auf der Suche nach Mobilfunkwellen – erfolglos. Was tun? Das Essen ist bestellt. Gernot schluckt die brühend heißen Linsen und wirft das Geselchte mit Knödel im Ganzen hinten nach. Ich klappe das Schnitzel zweimal zusammen und weg ist es. So geht Boa Constrictor! Kaffee ist heute nicht. Abfahrt!

Der obere Teil ein Graus wie sooft in den Wiener Hausbergen – ratter-tatter-da! Ah, wieder Empfang! Ulli, Carina, Jasmin,.. niemand hebt ab. Wozu haben die ein Telefon? Keine Ahnung! Gernot ist noch einen Tick beunruhigter als ich. Ich kenne meine Ulli allerdings und vermute, dass das Handy in einer Ecke verlassen herumliegt. 

So haben wir gar noch brauchbaren Schnee Richtung Rettenegg und können ein paar Schwünge einlegen. Erste Tour geschafft. Beim Auto dann ist ein Anruf erfolgreich und eine fast vergnügte Ulli berichtet, was ihr der Arzt nun wieder vorgestellt hat. Mann, oh! Irgendwann wird das unser Nervenkostüm nicht mehr aushalten.

Egal, wir holen den Kaffee daheim nach. Passt alles so, feiner Einstieg in die Tourensaison.

Details via Garmin

Ein Gedanke zu „30. Skitour: Rettenegg – Stuhleck“

  1. Ja, eine aufregende Tour in jeder Hinsicht 🙂
    Der Aufstieg in der Sonne war einfach genial und wunderschön. Nahezu menschenleer und im Vergleich zu meinen letzten Alpinskiausflügen jedenfalls ruhiger und entspannter.
    Die Saison ist damit eröffnet, und nächstes Mal vergesse ich die Sonnenbrille, Haube, Helm, etc nicht im Auto bzw zuhause 🙂

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