3. Skitour: Preiner Gscheid – Waxriegelhaus mit Ulli

Heute machen wir eine kleine Erkundungstour. Ulli hat eine neue Tourenausrüstung und der gebrochene Finger war noch bis vor kurzem im Gips. Da wagen wir nicht allzu viel. Fast wäre das Waxriegelhaus auch zu wenig hoch gewesen, um dem Nebel zu entkommen. Letztlich hat es doch gereicht. In der Sonne essen wir auf der Hütte zu mittag, ehe wir über die alte Piste wieder zum Preiner Gscheid abfahren. Der Kurztrip war ein voller Erfolg. „3. Skitour: Preiner Gscheid – Waxriegelhaus mit Ulli“ weiterlesen

2. Skitour: Preiner Gscheid – Waxriegelkamm – Heukuppe (2.007m) – Karlgraben

Details der Tour via Garmin

Wieder ist strahlender Sonnenschein auf den Bergen angesagt. Auf Youtube habe ich mich zu allen möglichen Fragen des Schitourengehens vorbereitet. Die neue, edle Schitourenhose wurde von Ulli mit den Worten „Die erinnert mich ein bisserl an die alten Gatschhosen der Kinder.“ abgetan. Pah, keine Ahnung! GoreTex Pro musste her und das will ausprobiert sein! Am Preiner Gscheid bläst es noch kalt, aber schon bald spaziere ich in der Sonne mit aufgekrempelten Ärmeln. Was für ein Genuss. Am Waxriegelhaus gönne ich mir noch ein zweites Frühstück, ehe ich mich aufmache.

Schon nach wenigen Metern muss ich die Schier abschnallen und am Rucksack festmachen. Der Steig ist mir und wahrscheinlich auch den meisten anderen zu steil. Auch dort, wo es wieder flacher wird und ich wieder anschnallen kann, muss ich die Schier immer wieder in der Hand tragen. Ein Plagerei ist es schon ein bisserl, aber dafür ist hier niemand weit und breit. Das Plateau ist völlig ausgeblasen, aber man findet einen Weg, sodass man nicht abschnallen muss. Lediglich vom Predigtstuhl zum Karl-Ludwig-Haus muss ich die Schier ein ganzes Stück lang schultern. Mit den Schischuhen ist das überhaupt kein Problem. Das überrascht mich.

Beim Karl-Ludwig-Haus plaudere ich kurz mit einem anderen Tourengeher. Er sieht wenig Chancen, dass man mit Schier auf die Heukuppe kommt und abfahren kann. Ich orte mal Müdigkeit bei ihm und spaziere los. Was aus der Ferne wirklich trist ausgesehen hat, überrascht bei näherer Betrachtung. Das weiße Band findet seine Fortsetzung bis knapp vor dem Gipfel. Hier ist auch kein Mensch mehr. Ich schieße Fotos und genieße den Rundumblick.

Also, wegen der Abfahrt braucht man an einem Tag wie diesem nicht hier stundenlang raufwandern. Der Schnee ist windgepresst und recht hart. Die „Schlüsselstelle“, der Einstieg in den Karlgraben ist mit Schiern keine besondere Herausforderung. Die paar Schwünge im Steilen muss man nur deswegen achtsam setzen, weil hier der Schnee stellenweise fehlt. Da möchte ich jedenfalls nicht mit viel Schwung hängenbleiben und dann abheben. Immerhin dauert es ja sicherlich einige Zeit, bis sie dich da finden. Der Rest des Karlgrabens ist steil und eng, aber der Schnee ist wie auf einer präparierten Kunstschneepiste. Über die Siebenbrunnenwiese und die alte Skipiste bin ich rasch wieder beim Auto am Preiner Gscheid.

1. Skitour: Thal – Kieneck – Unterberg (1.342m) – Thal

Details der Tour via Garmin

Ich habe mir eine Skitourenausrüstung geleistet. Günstig ist das nicht, aber die Vorstellung auf einsame, tiefverschneite Bergwelt hat mich investieren lassen. Das Kieneck und den Unterberg kenne ich vom Mountainbiken. Schnee liegt auch reichlich. Was soll da schief gehen! Am Parkplatz, eigentlich einen halben Kilometer vor dem Parkplatz des Schigebiets Unterberg knüpft mir und nicht nur mir der Parkwächter fünf Euro für mein Dasein ab. Ob sich denn das lohne, frage ich. Es ist eisig kalt und wegen der zwei, drei Tourengeher lohnt doch der Aufwand nicht. Ha, weit gefehlt. Schitourengeher kommen in Scharen, zu hunderten. Oha! Das war es dann wohl mit der Einsamkeit. „1. Skitour: Thal – Kieneck – Unterberg (1.342m) – Thal“ weiterlesen

Rodeln: Preiner Gscheid – Waxriegelhaus

Zu den Fotos

Bergtour: Preiner Gscheid – Waxriegelkamm – Karl-Ludwig-Haus (1.804m)

Eigentlich wollte ich ja am Dienstag in die Berge, aber da hat sich der Arzt reingeschoben. Für Montagvormittag war der Wetterbericht noch bescheiden. Ab Mittag sollte es auflockern. Anstieg bei mäßigem Wetter und dann Sonne am Plateau. So war der Plan. Geplant hatte ich, dass ich vom Preiner Gscheid über den Waxriegelsteig über den Predigtstuhl, vorbei am Karl-Ludwig-Haus auf die Heukuppe und dann über den Altenbergersteig zurück. Ambitiös für die kurze Zeit mit Tageslicht, aber machbar. Die schwere Spiegelreflexkamera habe ich eingepackt – soll ja schön werden.

Was mich erwartet hat, war etwas gänzlich Anderes. Der Aufstieg über den Waxriegelsteig war noch wie erwartet, nur von Wetterbesserung keine Spur. So bin ich brav den Grat durch den Schnee immer höher. Völlig überrascht stoße ich auf das Schild zum Einstieg des Bismarcksteigs. Die Alpenvereins-App hilft. Ein paar hundert Meter nördlich muss ein Weg sein. Auf diesen paar hundert Meter hat allerdings der Wind jede Menge Schnee abgelagert. Zwischen den Latschen versinke ich bis übers Knie, teils bis zur Hüfte. Weiter oder zurück? In einer nicht wasserdichten Hose und ohne Gamaschen gar nicht so klar. Klar ist auch nicht die Sicht. Der Wind treibt Schnee und Nebel fast waagrecht vor sich her. Weiter und es wird wieder besser, also der Boden ist wieder vom Wind abgeblasen. Ich versichere mich, dass ich jederzeit umdrehen und einfach wieder zurückgehen könnte. Doch nicht, hinter mir sieht es aus wie vor mir und auch wie links und rechts von mir. Zum Glück hat es eine Steigung und ich das Handy mit noch Akku. Also weiter! Wie man sich da freut, wenn man den mit Holzstecken markierten Weg findet. „40 Minuten Karl-Ludwig-Haus“ das nehme ich. Geht dann auch schneller. Im Gesicht sind Wind und Schnee eiskalt – bin ich froh, wenn ich nicht mehr gegen den Wind stapfen muss. Das Karl-Ludwig-Haus ist im Dezember natürlich nicht bewirtschaftet, aber der Winterraum ist geöffnet.

Der Raum ist sauber und unbeheizt. Auf ein paar Paletten liegen Matratzen. Jemand hat Schlafsäcke und einen Gaskocher dagelassen. Ein Tisch und eine Bank runden das sparsame Ambiente ab. Es ist fast warm und ich verzehre mein Kletzenbrot. Einzig der Schnee auf der Mütze will nicht schmelzen. Ich überlege, ob der Raum am Ende der Wintersaison ebenso gepflegt ist oder ob unter den Bergsteigern doch ein paar Schweinderln dabei sind. Wie auch immer!

Meine aktuelle Lage ist schnell analysiert: Vor dem Fenster fliegt der Schnee noch immer waagrecht vorbei. Wenn der Wetterbericht passt, dann sollte noch Verbesserung eintreten. Aber in der nächsten Stunde ist da nichts zu erwarten und dann wird es langsam knapp. Es ist 12:30, um 16 Uhr ist es finster. So ruhe ich noch aus. Außer dem Wind draußen ist da nichts, auch kein Handy-Empfang. Also, Abstieg.

Der Einstieg in den Karlgraben ist steil und auch dort hat sich der Schnee gesammelt. Somit fülle ich mir nochmals ungewollt die Bergschuhe mit Schnee, rasch bin ich am Schlangenweg. Hier kommen mir drei junge Leute entgegen. Verwundert sehen sie meinen Eispickel in der Hand. Ebenso verwundert frage ich mich, was sie um diese Uhrzeit in dieser Ausrüstung noch am Aufstieg wollen. Ich kann sie beruhigen, dass der Ausstieg aufs Plateau nicht vereist, aber tief verweht ist. So wünsche ich ihnen noch die angekündigte Wetterbesserung und sie mir einen angenehmen Abstieg.

Zu meinem Erstaunen lese ich, dass das Waxriegelhaus an 365 Tagen geöffnet hat. Da müssen wir mit den Kindern hin und übernachten. Das haben wir auch vom 29. auf den 30.12. dann getan.