Obergurgl

Osterurlaub steht an. Jasmin und Carina sind dabei. So patzigen Schnee wie in Zauchensee oder Ischgl wollen sie nicht mehr haben. Obergurgl bietet sich da als einer der höchsten Orte Österreichs an. Wir gönnen uns ein bisserl Luxus in den Appartements Gletscherblick und müssen dabei gar zwei Stockwerke in zwei getrennten Appartements nehmen. So haben wir drei Schlafräume und damit ein Gästezimmer, das auch Gernot spontan nützt. Die Mädels freut es, denn so kommen sie zu einem Skilehrer, der mit ihnen über die Pisten fetzt.

Renate und ich gehen es gemütlicher an. Mich stört das kein bisserl. Das Wetter ist durchwachsen, teils sperrt der Föhn die Lifte. So kommen Renate und ich nicht einmal nach Hochgurgl. Ein guter Grund, in den nächsten Jahren das nachzuholen. Während weiter unten der Schnee knapp wird, gibt es hier heroben davon reichlich. Sogar zum Tiefschneefahren kommen wir. Renate räumt erst danach ein, dass es ihr erster Versuch seit 2006 ist. Und 2006 war es auch der einzige Versuch. So schaufelt sie tonnenweise Schnee und kommt dabei anständig ins Schnaufen. Oder sie lässt sich tadellos in die Falllinie fallen, um sich dann im Schrecken darüber, wie gut das geht, gleich selbst fallen zu lassen. Tapfer ist sie auf jeden Fall und bald aus verständlichen Gründen müde. Das Knie und den Hals ein bisserl verdreht sitzt sie da und hat sich Respekt verdient. Gernot düst zwischenzeitlich mit den Mädels durchs Unverspurte. So soll’s sein.

Am Nachmittag gönnen wir uns noch das Schleppservice zur Schönwieshütte. Ui, die ist eine klare Empfehlung. Das Essen ist gut, die ersten Tiefschneeschwünge wollen gar mit Champagner begossen werden. So sitzen wir da in Mitten Tirolers Bergwelt, wundern uns leise, wie der Hüttenbau ohne Schlafmöglichkeit je in dieser Einsamkeit genehmigt wurde, und verpassen dabei ganz, wie dicke Schneeflocken draußen eine Winterlandschaft wie aus längst vergangenen Tagen zaubern.

An Tagen, an denen wir nicht auf den Skiern stehen, gehorche ich Amy. Amy trainiert mich für meinen nächsten 10km-Lauf. Nicht direkt sie, denn sie hätte in Tennessee sicherlich genug zu tun, sondern eine Software. Ach, was erkläre ich, neue Zeiten sind das. In jedem Fall absolviere ich auf über 1.900m Seehöhe ein Höhentraining. Renate steht um nichts nach und radelt am anderen Ende des großzügigen Fitnessraums.

Alles tadellos – wunderbare Osterferien!

Jahrestag – Senftenberg

Vor einem Jahr sind Renate und ich einander das erste Mal über den Weg gelaufen. Dem Schicksal war nachgeholfen, ja die Beziehung gewissermaßen arrangiert. Getroffen haben wir uns erstmals am Cobenzl. Fürs zweite Treffen gleich am nächsten Tag haben wir uns spontan auf den Weg zur Marillenblüte in die Wachau gemacht. Unser Weg dorthin darf als turbulent und verworren bezeichnet werden. Selbst Google war aufgeregt und hat uns über eine der letzten Staubpisten Österreichs dann doch nicht an den gewünschten Ort gebracht. Die Herausforderung haben wir trotzdem gemeistert und sind dort angekommen, wo weder die Marillen geblüht haben noch die Gastgeber auf solch einen, durch einen Artikel im Kurier provozierten Ansturm vorbereitet waren. So wichtig war das aber an diesem Tag nicht und wir haben letztlich in Senftenberg beim Nigl gegessen. Ich hatte ja keine Ahnung, dass gutes Essen Renates fast größte Leidenschaft ist.

So ist nun ein Jahr mit vielen Gourmetgängen vergangen. Warum nicht wieder zu früh zur Marillenblüte? Selbst in Senftenberg ist die Zeit nicht stehen geblieben. Das Weingut hat einen neuen, modernen Hotelzubau. Wir essen fein und wandern zur Ruine Senftenberg, die mir im Vorjahr gar nicht aufgefallen war. Also, die werden sie hoffentlich nicht auch neu gebaut haben, oder?

Am nächsten Tag kommt dann der Ausflug nach Rossnatz an die Donau zu den Marillen und so. Wir sind gewohnt zu früh und ergattern einen der 12 Parkplätze. Viel getan hat sich hier im vergangenen Jahr nicht. Okay, die Vinothek, damals einziger, offener Gastronomiebetrieb, hat ihren Betrieb eingestellt. Der Stress im Vorjahr, neben den selbstverständlich alkoholischen Getränke am Vormittag noch Wasser und Kaffee für die Gäste aus aller Welt inklusive Breitenfurt Ostende auszuschenken, war wohl zu viel.

Wir flanieren zur Donau und sind uns nach einem dicht gepackten Jahr ganz sicher, dass es passt mit uns.

Breite Ries – Wurzengraben

Heute habe ich mich mit einem Auerhahn geprügelt! Das ist natürlich etwas verstörend, zumal ich davon ausgegangen bin, dass ich mich nie wieder in meinem Leben mit jemandem prügeln muss. Aber kurz vor dem 56. Geburtstag war es so weit. Und der Tag war ohne Auerhahn auch schon nicht fad. Aber der Reihe nach!

Mio und ich nehmen uns die Breite Ries vor. Nein, nicht auf Skiern mit Schwung in der Abfahrt, sondern im Aufstieg mit Schnaufen. Elf Stunden Sonne hat der Wettbericht am Vorabend noch gemeldet, aber das schaut eher nach elf Minuten aus. Zum Glück habe ich extra viel Gewand mit. Na ja, wir starten in Losenheim und sind bald in der Breiten Ries. Hier beginnt auch der Schnee.

Da die Sonne hinter den Wolken steckt, ist der Schnee hart und tragfähig. Das ist gut so, jedenfalls besser als bei jedem Schritt einzubrechen. Ich lege die Steigeisen an und schnalle sie mit Körbchen an die leichteren und bedingt steigeisenfesten Bergschuhe. Schauen ma a mal! Mio bekommt das Brustgeschirr umgeschnallt. Schließlich wird es ja oben steiler und ich kenne ja den Experten. Mio ist stolz wie Oskar: endlich auch mal Equipment für ihn. Los geht’s! Mio hat Freude am Schnee, rennt rauf und runter. Ich nur rauf, dafür deutlich langsamer.

Viel Schnee ist nicht. Mit Skiern sollte man nicht zu schnell unterwegs sein. Wer stürzt und einen herausragenden Felsen erwischt, kann übel bedient werden.

Mit den Höhenmetern wird es steiler. Mios Begeisterung für Sprints nimmt ab. Die herausragenden Felsen nutzt er schon für eine Rast. Ganz so sicher fühlt er sich nicht mehr. Okay, er sagt nichts, aber ich nehme ihn trotzdem an die Leine. Der Wind fällt die Breite Ries runter, sodass es richtig ungemütlich ist. Die Engstelle verschwindet immer wieder im Nebel. Wir steigen höher. Manchmal helfen uns Trittspuren, die allerdings bergab angelegt sind und entsprechend weit voneinander entfernt sind. Irgendwann entwickeln wir eine Strategie und folgen den Aufstiegsspuren eines Tourengehers, der hier offensichtlich bei wärmeren Bedingungen unterwegs war.

Mittlerweile fühlt sich Mio nicht mehr so richtig wohl. Sein steigeisenloser Allrad verliert gelegentlich den Grip. Ich wünschte, ich hätte die schwereren Schuhe und will allgemein nicht so recht. Das Wetter ist bescheiden, und ich mache mir Sorgen wegen Mio. Aber ohne Hund würde ich weitergehen und Mio sagt nichts. Also, weiter! Ich kenne die Strecke von der Abfahrt und der Höhenmesser meint, dass es bald ein Ende haben wird.

Der Tourengeher hat nun auch offensichtlich die Skier auf den Rucksack gepackt. Eine erste, schwach ausgeprägte Treppe führt den steilen Harsch gerade hinauf. Die Stufen werden allmählich breiter, zumal hier wohl auch das Ende für jene Tourengeher erreicht ist, die es wissen wollen. Steil ist es, aber das merke ich in den gefrorenen Stufen nicht so sehr. Mio ist der Steilheit völlig ausgesetzt, murrt aber weiterhin kein bisschen. Und irgendwann ist es auch geschafft, wir stehen am Einstieg in die berühmteste Steilabfahrt im Schneeberggebiet. Müde ziehe ich mir weiter Schichten an, ehe ich in den Steigeisen über das gefrorene Plateau die paar Meter zur Fischerhütte weitertaumle.

Nach üppiger Jause und per Euro aktivierter Wandheizung steigen wir mit erholter Batterie den Wurzengraben ab. Nein, da kann man auch nicht mehr mit den Skiern fahren. Na ja, wenn man öfters die Skier trägt, geht es schon. Aus meiner Sicht ist die Saison 2023/24 extra früh aus. Wir traben dahin. Kein Mensch weiterhin weit und breit, kein Schnee beim Ende des Hoyosgrabens. Schneerosen und Waldboden übernehmen das Bild.

Jetzt noch die Querung vom Fadenweg zur Edelweißhütte. Ich wähle die einsamere, untere Variante ohne Höhenmeter. Mio läuft weit vor, da höre ich Geräusche, die wirklich nicht hierher gehören. Ich schau‘ mich um: „Was soll das?“. Und siehe da, auf einem Felsen im Wald ein Stück oberhalb vom Weg pudelt sich ein Auerhahn wie ein Hausmeister auf. Jö, schau‘, das sieht man selten. Ich drehe um, sodass ich ein Foto schießen kann. Der Auerhahn zögert nicht und schwattelt den Waldhang zu mir herunter auf den Wanderweg. Ein bisserl gar echauffiert wirkt er. Ich schieße zwei Fotos. Nein, um fotografiert zu werden, ist er anscheinend nicht da. Der meint es unfreundlich mit mir. Was tun? Ich schreie ihn an und hoffe sogleich, dass niemand mich gehört hat und die Bergrettung verständigt. Der Plärrer zeigt nur kurz Wirkung. Ich schlage mit den Stöcken vor mir so fest aufeinander, dass ein Stock bricht. Von Mio keine Spur! Wenn man den Hund braucht, ist er nicht da. Jetzt wäre seine Chance da.

Okay, ich werde mich also mit einem Stock verteidigen. Da höre ich endlich ein Knurren. An dieser Stelle gehen übrigens unsere Wahrnehmungen auseinander. Mio meint, dass er sich vor mich gestellt hat. Ich erinnere mich, dass das Knurren von hinter mir gekommen ist. Na ja, wir einigen uns, dass Mio an meiner Seite gekämpft hat. Der Vogel ist nun wirklich sehr nahe, sein Schnabel sieht ungemütlich aus.

Das Internet sagt, dass beim Herrn Auerhahn Anfang März die Balz beginnt und er in dieser Zeit mit einem 100-fachen Testosteronspiegel durchs Leben rennt. Diese kleinen Testosteron-Trotteln keine ich allzu gut aus meiner Jugend: chancenlos, aber furchtlos und immer dreister, wenn man sie gewähren lässt.

Nochmals, was tun? Vielleicht gefällt ihm meine bunte Jacke. Polizei und Vier Pfoten empfehlen sicher, dass ich gegenüber dem Aggressor keinen Widerstand leisten und ruhig und besonnen das Geforderte übergeben soll. Aber der Gefiederte sieht doch ein bisserl aufgeplustert aus. Ich wähle die Variante „Dosierter Schlag gegen das Haupt“. Ich will den Vogel nicht verletzen, aber doch klar machen, dass hier das Theater ein Ende zu haben hat. Also, zack und Treffer! Das Tier beutelt den Kopf und spürt dank dem 100-fachen Testosteron wohl wenig. Schmacko, zweiter Treffer! Also, hätte ich den abgekriegt, würde ich etwas spüren. Noch hat sich in mir keine Panik breitgemacht und ich habe weiterhin tierlieb dosiert. Ah, der zweite Hieb zeigt Wirkung: der Angreifer zeigt sich einerseits klar unverletzt, anderseits doch etwas reflektierend. Der Angriff ist gestoppt. Mio und ich schieben rückwärts ab, der Auerhahn schaut ein bisserl verstört. Mio möchte nun die Gelegenheit für einen Angriff über die Bergflanke nützen. Nur der Auerhahn hat wohl gecheckt, dass das leichte Surren im Spatzenhirn von meinem Stock kommt und nicht vom Hund. Der Flankenangriff bricht umgehend in sich zusammen. Mio und ich ziehen uns weiter zurück. Der Vogel sieht uns leicht, aber nicht völlig triumphierend nach.

Den Tierschützern hier sei versichert: der Auerhahn ist unverletzt, also physisch unversehrt. Wie sehr die Aktion seinem Ego und seiner Psyche geschadet hat, weiß ich nicht. Letztlich sind aber wir zwei Helden im Rückwärtsgang abgezogen. Das sollte ihm als Sieg reichen, auch wenn das Kopferl ein bisserl brummt.

Das Internet sagt, dass meine Begegnung mit dem Auerhahn eine sehr seltene war. Sehr selten war auch, dass mich der Vogel angegangen ist. Am Internet findet man ein paar Videos aus aller Welt, die einen Angriff zeigen. Na fein! Im Falle einer Attacke soll man sich mit einem Stock verteidigen und sich aus seinem Revier verziehen. Habe ich es richtig verstanden, so ist sein Revier riesig. Ich hoffe, ich muss nicht das Land verlassen. Aber sonst scheinen Mio und ich alles richtig gemacht zu haben.

So geht dann ein spannender Tag zu Ende. Für Mio war es ein bisserl viel. Erstmals steigt er nach einer Wanderung unaufgefordert ins Auto, wo er unmittelbar in tiefen Schlaf verfällt. Sachen gibt’s!

Die Tour auf Garmin

Krummbachstein

Ein ruhiger Montag an der ruhigen Seite des Schneebergs steht an. Renate, Mio und ich fahren nach Kaiserbrunn und parken als einzige Wanderer hier an diesem Tag. Wir starten Richtung Krummbachsattel. Die Route habe ich online geplant. Das kann mitunter herausfordernd werden. Dort, wo der Miesleitensteig nach rechts steil abzweigt, begrüßt uns gleich ein Schild „Futterstelle – Bitte nicht betreten!“. Mann oh! Wer so freundlich bittet! Ich überlege. Also, die Futterstelle berücksichtigt den Klimawandel nicht, es ist frühlingshaft, von einer Schneedecke keine Spur. Wild sollten wir da nicht stören. Wir prüfen mal die Lage, Mio kommt an die Leine und siehe da, schon nach 100 Metern liegt die Futterstelle hinter uns und auch die frischen Reifenspuren enden. Ich denke, da haben wir niemanden gestört.

Vermutlich sind wir den Brettschachersteig gegangen. Wild romantisch ist das hier und selten begangen. Mio zischt vor, uns gefällt es. Ebenso vermutlich steigen wir weiter über den Brandsteig auf zum Krummbachsattel. Fast immer finden wir einen Pfad, oft auch Markierungen.

Am Krummbachsattel sehen wir dann erstmals Wanderer. Sie sind Richtung Schneeberg unterwegs, wir drehen aber nach rechts Richtung Krummbachstein ab. Allmählich macht sich eine Schneedecke breit und kalt wird es auch. Die Alpenvereinshütte kommt und bald der Krummbachstein. Es ist mittlerweile richtig ungemütlich geworden. Ich kann die Finger kaum noch bewegen. Renate zieht sich gar trockene Sachen an. Schon beim Zuschauen wird mir nochmals kälter. Aber Mammut bringt es in Ordnung. Ausgerüstet sind wir gut. Ein paar Fotos sind auch noch möglich, aber dann geht es rasch runter zur Knofelebenhütte.

Der Winterraum ist uns recht. Würstel, Weckerl, Paprika und Schoko fühlen die Speicher. Mio bekommt auch ein Würstel, ausnahmsweise! Der Wirt hat Getränke aufgestellt. Wir sind aber bestens versorgt. Trotzdem werfe ich Geld für zwei Getränke in die Kassa. Jemand muss sich ja um den Raum kümmern.

Wieder erstarkt geht es von der Hütte über den Miesleitensteig nach Kaiserbrunn. Laut Renate der beste Abstieg seit langem. Der Holzknechtsteig vom letzten Mal hat sich wohl eingebrannt.

So geht eine tadellose und ermüdende Wanderung zu Ende. Fein war’s und wir haben wieder ein bisserl Kondition aufgebaut für die ambitionierten Pläne 2024!

Die Tour auf garmin.com

Akademikersteig

Der Akademikersteig ist wieder einmal dran. Der Klimawandel lässt solche Aktionen im Februar zu. Statt gejammert wird gekraxelt. Die Hüfte lässt Bewegungen zu, mit denen ich halt nichts anfangen kann. Das soll mich nicht abhalten, wieder einmal zu erwähnen, wie toll die Hüft-OP gelaufen ist.

Am Steig geht alles reibungsfrei ab. Gefühlt sind wir im Vergleich zu den ersten Malen irre schnell. Experten laufen die paar Hundert Meter wahrscheinlich. Wir schaffen es seilfrei bis auf das Felsfenster. Dies sei notiert, weil es Gernot sonst beim nächsten Mal wieder nicht glauben kann. Und nach dem Felsfenster kommt nichts Schwieriges mehr. Auch das sei hier festgehalten.

Schöner Tag, tadellos!

Die Tour auf garmin.com

Haidsteig mit Renate

Zwei Tage sind vergangen seit meiner letzten Begehung. Tja, der Schnee ist weg, der Frühling ist da. Renate ist auch mit dabei. Von den Schneefotos inspiriert mussten noch schnell eine neue Jacke und Handschuhe her. Die Tour verläuft ohne Zwischenfälle. Renate ist bei ihrer Zweitbegehung wieder überaus tapfer und geschickt. Sie investiert ein bisserl viel Energie, was dann in Summe doch recht anstrengend wird. Aber so ist es eben.

Bei der Madonna rasten wir in T-Shirts bei Windstille im Sonnenschein. Das sind ganz seltene Bedingungen. Nach der Rast ist das Weitergehen immer extra anstrengend, aber die technisch schwierigsten Stellen liegen hinter uns. So arbeiten wir uns allmählich zum Plateau hoch. Am Gipfelkreuz schießen wir Fotos mit Selbstauslöser und genießen eine Jause. Das hatte ich, so weit ich mich erinnern kann, noch nie!

Der Abstieg über den Holzknechtsteig ist für mich vertraute Mühsal. Renate kennt den Steig nicht, kämpft mehr und ist dann mehr als froh, als wir endlich wieder beim Auto sind.

Feiner Tag bei selten guten Bedingungen!

Die Tour auf Garmin

Haidsteig

Oh, wie weiß Schneeberg und Rax in der Morgensonne am Horizont glänzen. Da könnte man Sorge haben, dass man als Bergsteiger heute fehl am Platz ist. Aber zu oft bin ich schon in Vorfreude auf eine Skitour enttäuscht worden, da beim Näherkommen der Schnee immer weniger wurde. So ist es auch diesmal, und es lässt sich nicht leugnen, dass es ein bisserl drauf geschneit hat.

In Griesleiten parkt ein Auto, mehr als ich dachte. Schon im Anstieg hole ich einen Bergsteiger ein, der sich auch den Haidsteig vorgenommen hat. Auch mehr, als ich dachte.

Nach dreihundert Höhenmeter beginnt der Schnee, und es ist unverspurt. Meine Zuversicht lässt sich aber nicht dämpfen. Beim Bachingerbründl hat sich der Sturm ausgetobt und Bäume kreuz und quer geworfen. Falls da einer also zufällig eine Motorsäge dabei hat oder sein neues Weihnachtsgeschenk ausprobieren will, hier gäbe es zu tun!

Der Haidsteig ist an sich unspektakulär. Ich habe mir die Grödel an den Hüftgurt gehängt, aber brauche sie bis oben nicht. Im Steig ist ein bisserl ein Schnee, und da ich der erste bin, muss ich den einen oder anderen Tritt von leicht zu lösendem Eis befreien. Das gibt mir ein bisserl so ein Eigernordwand-Feeling.

Am Plateau weht dann der Wind anständig. Ich bin mittlerweile so gut ausgestattet, dass mir das nichts anhaben kann. Die neue Jacke hat nicht nur eine herausragende Farbe, sondern ist wirklich tadellos. Die Mädels haben gefragt, ob sie aufgrund der Farbe billiger oder im Abverkauf war. Dass sich so etwas jemand freiwillig aussucht,…

Runter geht’s dann den Holzknechtsteig. Zum größten Teil ist er abgeweht. Die Grödel leisten hier aber auch gute Dienste. Der Weg, wenn man ihn denn findet, ist mit Schnee eingeblasen. Das Lustige ist, dass von oben bis unten eine Gams dieses Schneeband genommen hat. So wie ich! Ist ihr das angenehmer als das Geröll? Oder ist das nur eine Täuschung, weil ich die hunderten Spuren der Gämsen an den abgeblasenen Stellen nicht sehe. Das klingt plausibler, aber warum ist das eine, oder waren es mehrere, Tier da runter spaziert. Ich mach mir Gedanken.

Am Ende des Holzknechtsteigs sehe ich Fußspuren. Oh, hat da jemand umgedreht? Heißt das, dass ich heute der einzige war, der Ulli besucht hat. Gut möglich.

Ich mag die ruhigen Tag am Berg. Wenn dann noch ein bisserl Schnee liegt, der Himmel aber trotzdem blitzblau ist, hat es etwas ganz Besonderes. Wer das auch mal genießen und nicht mit Selbstdarstellern, pardon Influenzern, am Steig im Stau stecken will, sollte mal so einen Mittwoch im Februar in Erwägung ziehen. Okay, es ist Valentinstag! Keine Sorge, den habe ich eh nicht vergessen. Es geht eh noch frisch geduscht nach Wien zu Renate.

Die Tour auf Garmin – Heute war ich mit mehr als eindreiviertel Stunden im Aufstieg langsam. Das mag am Bachingerbründl und am Eis liegen. Aber der Hauptgrund ist wohl meine Konstitution. Einerseits freue ich mich, dass ich mit meiner neuen Hüfte schon wieder voll mobil bin, anderseits merke ich, dass mir noch viel auf meine Form von vor drei Jahren fehlt. Da war ich um mehr als eine halbe Stunde schneller. Schauen ma a mal!

Urlaub in Andalusien


Fotos gibt es hier!


Renate und ich fliegen in den Semesterferien nach Andalusien. Jasmin & Friends fahren in der Q nach Hinterglemm, Carina ist nach Lech geladen. Mio hat eine Woche bei seinen Friends in Breitenfurt. Cookie schleicht ums Haus – alles gut.

Wir haben ein Leihauto, das eigentlich unnötig ist – siehe „Erfahrungen“ weiter unten. Egal, wir landen in Málaga und düsen gleich mal weiter nach Granada.

Renate hat die Hotels ausgesucht, in Granada fällt ihre Wahl auf das neue Hotel Palacio Gran Vía. Das liegt so im Zentrum, dass wir vorgewarnt sind, wie wir uns nähern sollen. Es drohen Strafen bei der falschen Einfahrt. Das Hotel ist gut versteckt und so fahre ich die Fußgängerzone ein paar Mal auf und ab, ehe Renate einen Hotelpagen anschleppen kann, der uns Koffer und Auto abnimmt. Das Auto wird aus der Altstadt gebracht, wo es für 30 Euro übernachten darf. Ein Preis, zu dem man bei meinen vorigen Besuchen in Andalusien schon ein gutes Doppelzimmer bekommen hat.

Die Zeiten ändern sich, wir sind super edel untergebracht. Man lässt uns an der Rezeption schnuppern, welchen Duft wir im Zimmer bevorzugen. Oh, das ist ein Novum und hatten wir noch nie. Schon im Stiegenaufgang lässt aber ein gewisser Mief erahnen, warum man auf die „Überduftung“ hier wert legt. Das Hotel war, ehe es zum Hotel wurde, eine Bank, und dieser Bankmief hält sich in den endlosen Lüftungsrohren. Aber sonst sind die fünf Sterne fürs Hotel angebracht. Wir haben eine Dachterrasse, wo wir uns wie die südspanische Haute­vo­lee eine Flasche Cava mit Blick auf Alhambra und Kathedrale hinter die Tapete kleistern. Obwohl Caf­fè Lat­te mehr angesagt sein dürfte. Das Getränk, das da in so vielen Gläsern ist, sieht zumindest wie Caf­fè Lat­te aus. Vermutlich ist es aber mit Hochprozentigem gepimpt. Bei einem Milchkaffee den Blick auf die schneebedeckte Sierra Nevada genießen? Egal, uns gefällt’s wir haben eine gute Zeit und unseren Spaß. Die Fotos gehen rasch aus dem Lot, dem Cava sei Dank!

Unser Highlight in Granada ist sicherlich die Alhambra. Estrella führt uns durch die Palastanlage. Es ist Februar und so sind die Temperaturen super erträglich, selbst bei strahlendem Sonnenschein. Die Menschenmengen sind überschaubar – was für ein Genuss! Die Spanier haben wohl ein bisserl weniger Geld als die Türken für ihre historischen Stätten über. Immer wieder verweist Estrella auf lediglich Fragmente, anhand derer man sich vorstellen kann, wie es mal ausgesehen hat. Na, da kann ich nur den Topkapi-Palast empfehlen, da kann man sich anschauen, wie es mal ausgesehen hat. Wir sind trotzdem mehr als zufrieden.

Nach zwei Nächten geht es weiter nach Sevilla. Das Palacio Villapanés liegt am Rande der Altstadt. Wieder ist das Auto bei der Ankunft weg. Mir egal, wir haben unlimitierte Kilometer und Vollkasko gebucht – hehe! In Sevilla lässt uns der Plaza de España sprachlos zurück. Das größte Holzbauwerk Europas oder des Planeten und damit eigentlich des gesamten Universums ist mir auch noch in Erinnerung. Na ja, nur man erkennt halt nicht, dass es aus Holz ist, aber der Ausblick entschädigt mehr als.

Zwei Nächte später geht es zur nächsten Station in Málaga. Das Procedere ist bekannt und das Auto weg! Málaga ist doch anders. Es drängen sich Geschichte und Neubau aneinander. Wir spazieren am Meer und bestaunen Yachten um 100 bzw. 200 Millionen. In Malagueta reihen sich die Hochhäuser aus dem vorigen Jahrhundert aneinander. Wir recherchieren und staunen über die Preise. Okay, sie sind deutlich niedriger als der Preis für so eine Yacht. Aber, dass man da über eine Millionen ausgibt, um dann aus einem Plattenbau aufs Meer zu schauen. Ich weiß nicht. Wir stecken die Füße ins Meer. Das hat 16°, Hartgesottene baden schon.

In Málaga sind wir drei Nächte und haben damit etwas mehr Zeit. Natürlich stehen Alcazaba und die Kathedrale am Programm. Also, Kirchen können die Spanier. Ein schweigsamer Knecht führt uns und 25 andere aufs Dach der Kathedrale. Mit Reden hat er es nicht so. So trotten wir hinterher und geben uns schweigsam dem Staunen hin.

Was mir auch gefällt sind die blank geschliffen Steine in den Straßen der Altstadt. Für Freitag ist Regen angesagt. Da bin ich mal gespannt, wie sich die Gäste auf dem glatten Granit so tun werden!

In allen drei Städten findet sich Zeit für gutes Essen. Das ist nicht ganz zufällig, immerhin verfügt Renate als eine der wenigen Menschen über die Gault Millau Edition von Google Maps. So finden wir stets erlesenes Essen. Manchmal gibt es auf meinen Wunsch dann auch zähes, aber authentisches Fleisch. Oft führen meine Wünsche auch zu überraschen gutem Essen. Gelegentlich muss ich dann mit einem 15-gängigen Menü ausgleichen. Der Rekord liegt übrigens bei 19 Gängen. Ab dem sechsten Gang war ich übrigens satt. In Andalusien waren jedenfalls keine Menüs mit zweistelligen Gängen dabei. Schauen ma a mal, was da kommen mag.

Die Abreise in Málaga ist nochmal kurz spannend. Ich verlange an der Rezeption den Autoschlüssel, natürlich in meinem Duolingo-Spanisch, für das ist so viel Anerkennung einsammle. Der gute Mann gibt mir die Parkkarte, aber keinen Autoschlüssel, denn den hat er nicht. Ich bleibe ruhig, weil ich das ohnedies bleiben würde, ich eine Vollkaskoversicherung eh schon immer mal ausprobieren wollte und ich mich auf Spanisch eh nicht aufregen kann. Der Computer sagt, dass kein Autoschlüssel hinterlegt ist. Jetzt auf Englisch. Er hat doch das Auto geparkt. Nein, der Computer sagt, das war der Kollege. Mein Fünfer Trinkgeld war gut investiert. Der Mann erinnert sich und schaut hilflos drein. Am Kuvert steht Volkswagen, wir haben aber einen BMW! Das heißt in Spanien nicht so viel, steht doch auf unserem Schlüsselanhänger, dass wir ein weißes E-Auto haben und nicht einen schwarzen Verbrenner. Uff, Zimmer 212 und nicht 213! Wir ziehen erstmals eigenständig zum Auto. Die Parkgarage ist diesmal ganz nahe und zahlen müssen wir auch selbst. Der Betrag ist erfreulich gering. Auch der Preisaushang lässt einen wesentlich höheren Betrag vermuten. Das sind maximal zwei Tage, wir waren länger hier. Soll sein. Es sind wenig Autos geparkt, nur am angegebenen Platz steht ein anderes Auto. Ich betätige die Fernbedienung und das falsche Auto am richtigen Platz blinkt aufgeregt. Mann oh! Wir könnten mit dem falschen Auto zum Flughafen fahren, es beim falschen Autovermieter abgeben und hoffentlich ins richtige Flugzeug steigen. Wir begnügen uns mit der falschen und günstigen Parkkarte. Nein, ich werde das Geschäft nicht rückabwickeln. Fein säuberlich habe ich als Nerd schon zuvor in das Kuvert des Hotels all das gesteckt, was ich bei der Rückgabe beim Autovermieter brauchen könnte. Der Mietvertrag ist da wohl das wichtigste Papierl im Umschlag. Ich drücke Renate dieses Kuvert in die Hand, möge sie damit die Herausgabe des richtigen Schlüssels im Hotel erwirken. Sie zischt zum Hotel und kommt freudestrahlend mit dem richtigen Autoschlüssel zurück, aber ohne Kuvert. Die Freude ist ganz ihrerseits. So sitzen wir im Auto und haben zwei Optionen: wir können entweder keine Unterlagen haben und uns maßlos aufregen und streiten, wer denn nun der größere Pfosten hier im Auto ist, oder wir können einfach keine Unterlagen haben. Wir wählen die zweite Option. Ich beruhige mich selbst damit, dass einer der nicht einmal Schlüsselanhänger richtig beschriften bzw. zuordnen kann, keine Berechtigung haben kann, mich wegen der Lappalie eines fehlenden Vertrags zu nerven. So ist es dann auch bei der Rückgabe des Autos. Jedenfalls steht jetzt ein unschuldiger Tourist mit falschem Ticket und falschem Mietvertrag irgendwo in Andalusien, und die Erde dreht sich trotzdem weiter. Alles ganz entspannt, so ist das in Spanien halt!

Erkenntnisse

Andalusien ist eine Reise wert. Ich war schon ein paar Mal hier und mir hat es wieder sehr gut gefallen. Wir haben diesmal drei Städte für eine Woche ausgesucht. Uns reicht das, wohlwissend, dass es noch viel zu sehen gibt. Immerhin ist Andalusien so groß wie Österreich.

Die Reisezeit hat mit Februar gepasst. Im Jänner hatte es zwei Wochen lang bis zu 30°, aber das ist eine Laune der globalen Klimaerwärmung. Da kann man sich vorstellen, wie warm es im Sommer ist. Ich war schon vor Jahrzehnten bei 40° in Sevilla. Mittlerweile werden Temperaturen bis 48° gemessen. Vergiss es! Ich kann mir nicht vorstellen, wie man da abseits einer Klimaanlage überleben können soll. Die Wege in der Alhambra oder in der Alcazaba sind steil. No way, bei 40°!

Im Winter ist man abseits der Menschenmassen unterwegs. Das hat was! Wir mussten nicht anstehen und haben stets Tickets bekommen. Wer da im Sommer nicht schon wochenlang im Vorhinein seine Eintrittskarten bestellt, wird wohl das meiste nicht sehen. Also, wer unbedingt im Sommer hinwill, sollte rechtzeitig reservieren!

Im März, April soll dann alles blühen. Das hat sicher auch etwas, und die Temperaturen sollten erträglich sein.

Wer so wie wir gemütlich unterwegs ist und nur ein paar Stationen macht, braucht eigentlich kein Auto. Wir hatten das Auto nur um die Strecke Málaga – Granada – Sevilla – Málaga zu fahren. Das geht mit dem Zug sicherlich umweltfreundlicher und sicherlich für viel weniger Geld.

Waxriegelsteig – Predigtstuhl

Ein gläserner Eisdeckel soll die Rax überziehen. Die Bergrettung hat mit gestürzten Bergsteigern emsig zu tun. Einbrechen werden wir im Schnee nicht, das Wetter soll sonnig werden. Passt also.

Klettern will Renate nicht. Stattdessen also eine ausgedehnte Runde mit Mio. Schon der Parkplatz gleicht einem Eislaufplatz. Da hat man uns also nicht zu viel versprochen. Die Tour ist insgesamt sehr angenehm, weil die Bedingung „wanderfreundlich“ sind, sofern man denn Zacken oder zumindest Krallen an den Füßen/Pfoten hat. Die Runde läuft bis auf zwei Zwischenfällen tadellos ab. Im Aufstieg falle ich einmal wegen Drängelns in Ungnade. Mio versteht sofort und geht 30 Meter vor. Auch für mich ist es unmissverständlich und ich gehe 20 Meter hinten nach.

Den Abstieg durch den Karlgraben traue ich uns dann doch nicht so ganz zu. Es ist schon sehr eisig. Mio hat im Aufstieg schon ein bisserl gekämpft. Wir müssen also einiges queren. Das ist aber bei den Bedingungen gar nicht so lustig. Selbst dort, wo es auffirnt, besteht Sturz- und damit Absturzgefahr. Das probiert Renate auch aus, fängt sich aber noch. Keine Sorge, sie wäre nach zehn, zwanzig Metern fürsorglich von Haselnussstauden oder ähnlichem aufgefangen worden. Jedenfalls konnte ich noch vor dem drohenden Abgang ein Foto schießen.

Alles in allem ein tadelloser Tag!

Schneeschuhe Jakobskogel

So stehen wir vorm Spar in Reichenau, und es regnet. Entscheidungen sind zu treffen. Nehme ich die Käseleberkäsesemmel oder lieber den Leberkäse mit Chilli? Daheim habe ich noch die Schneewolken am Regenradar gesehen, aber lieber dem Wetterbericht geglaubt, der trockenes und sich besserndes Wetter versprochen hat. Nein, zwei meiner drei Begleiter wollen nicht auf den Predigtstuhl. Einer sagt wie immer nichts. So stehen wir dreieinhalb in feinster Mammut-Ausrüstung am Parkplatz und sondieren die Optionen. Der eine ohne Stimme und ohne Mammut-Ausrüstung sondiert meine Leberkäsesemmel. Der wird aber schweigend auf seinen Auslauf bestehen. Heimfahren und in Breitenfurt spazieren, das wäre eine volle Niederlage. Also, warum nicht mit der Bahn aufs Plateau!

Fünf Gäste sind an diesem Tag mit den vorherigen Gondeln schon nach oben gefahren. Wir haben eine Gondel für uns. In dieser halben Stunde hat sich also kein weiterer Fahrgast gefunden. Und siehe da, oben schneit es üppig. Der Wetterbericht liegt völlig daneben. Schon nach hundert Metern und ein paar Fotos drehen wir um und holen uns Schneeschuhe, die unter der Woche kostenlos verliehen werden.

Was folgt, ist ein unerwartet kurzweiliger Ausflug. Erfrischend würde es auch treffen. Aber die Ausrüstung trotzt den Bedingungen. Meine zwei Begleiter haben die äußerste Schicht gleich daheim gelassen. Angesichts des Wetterberichts verständlich, angesichts der tatsächlichen Bedingungen verwunderlich. Der Schnee fliegt waagrecht, Mio hält sich zumindest gut am Boden.

Das Ottohaus erinnert mich jedes Mal an die Villa aus Hitchcocks „Psycho“. Heute ist es auch nicht einladender, wir marschieren weiter und holen uns den Gipfel! Am Jakobskogel ist es dann so richtig unwirtlich und wir steigen nach ein paar Fotos ab. Sogar Mio ist anzusehen, dass ihm die vom Wind losgerissenen, bodennahen Eiskristalle beißen. Am Rückweg kehren wir in der Psycho-Villa ein. Der Winterraum verdient unter diesen Bedingungen fünf Sterne. Mio möchte ins Notbett, darf er natürlich nicht. Wieder im Freien ist es mit dem besseren Wetter endgültig vorbei. Der prognostizierte Sturm hat eingesetzt. Mio möchte wieder in den Winterraum. Der Rückweg ist dann aber erstaunlich entspannt. Fast ein bisserl fad.

Der Todeszone entkommen, gönnen wir uns Gamsgeschnetzeltes und Wildschweingulasch. Die Nachspeisenvitrine stellen wir gleich bei uns ab. Das abgesicherte Leben hat uns wieder. Die Gefahren sind wieder die vertrauten, Zucker und Fett.

Die Gondel gehört uns wieder allein. Auf halber Fahrt geht der Niederschlag in Regen über. Unser Ausflug in den Winter „wie früher“ ist zu Ende. Ebenso überraschend wie lohnend war unser spontaner Abstecher. Passt!

Tour auf garmin.com