Bergsteigen: Wildes Gamseck – Bärenlochsteig

Gernot muss beim Vater spontan Scheit’l knien, bzw. zumindest beim Einschlichten helfen. So muss ich alleine los. Es geht nach Hinternaßwald!

Von Hinternaßwald über den Rehboden hinauf zum Naßkamm meine ich, echt schnell unterwegs zu sein. Aber da geht mir schon ein bisserl die Luft aus. Spätestens ab der Gamseckerhütte ist klar, dass das heute keine Bestzeit wird. Unglaubliche 13 Minuten später als erwartet, bin ich beim Einstieg des Wilden Gamseck. Wie konnte das nur passieren? Oder erfreulicher: wie konnte ich da schon mal um 13 Minuten schneller gewesen sein?

Egal, geklettert wird. Ah, endlich wieder einmal ein Route, die sich den IIer verdient hat. Schön ist es, Spaß macht es! Die roten Punkte muss ich mitunter langwierig suchen. Ich glaube, ich kann sie eher riechen als sehen. Kann da jemand mal auf farbensehschwache Bergsteiger Rücksicht nehmen, bitte! In einer guten halben Stunde ist die schöne Kletterei vorbei. Aber wert ist sie den Zustieg jedenfalls.

Zu Mittag will ich wieder daheim sein. Aber ich bin sooo müde. Und dann passiert, was schon ewig nicht passiert ist. Ich liege in der Sonne und schlafe ein. Herrlich ist das! Die letzten Jahre bin ich immer wegen Ulli oder wegen der Kinder möglichst schnell heim. Aber diesmal liege ich da und döse. Es ist so angenehm warm und die Sonne heizt mir ins Gesicht.

Ein Blick auf die Uhr sagt aber irgendwann, dass ich es jetzt aber eilig habe. Also, runter über die Grasbodenalm, den Bärenlochsteig und den unteren Teil der Wildfährte. Wieder unten auf der Forststraße im Rehboden laufe ich den Rest bis nach Hinternaßwald. Dafür gäbe es besseres Schuhwerk, aber so passt es auch. Um 14:30 bin ich vereinbarungsgemäß daheim. Geht doch! Feine Tour!

Die Tour auf garmin.com

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