Klettersteig: Haidsteig – Königschusswandsteig

Gernot hat einen Skylotec. Der muss ausprobiert werden. Das Wetter ist wieder einmal nicht sonderlich stabil. Der Freitag wäre besser, aber da muss Ulli ins Spital. Wir riskieren (nicht viel) und nehmen uns für diesen Donnerstag den Haidsteig und den Königschusswandsteig vor.

Gemächlich geht es zum Einstieg des Haidsteigs. Das Wetter sieht besser aus als am Vortag noch prognostiziert. Überraschend kühl ist es, aber das sollte nicht stören.

Von Beginn an ist Gernot von seiner neuen Sicherung begeistert. Der Skylotec Rider funktioniert zuverlässig. Das Umhängen dauert etwas länger, aber wir sind ja zum Glück nicht auf der Flucht. Ungestört durchsteigen wir wieder einmal den Haidsteig. Er ist ein Klassiker, nicht übertrieben schwer, für die Gegend lange, landschaftlich eindrucksvoll, kurz jedes Mal eine Freude.

Am Ausstieg rechnen wir, ob der Königschusswandsteig zeitlich machbar ist. Sollte gehen, und so steigen wir den Holzknechtsteig wieder ein ganzes Stück ab.

Der Königschusswand ist eine Kategorie schwieriger als der Haidsteig. Die Spur ist steiler angelegt, man kann nicht bei jedem Umhängen der Sicherung gemütlich stehen, sondern muss schon dabei die Arme einsetzen und das ist anstrengend. Von der Anlage ist der neue Steig jedenfalls ebenfalls beeindruckend. Oft hat man recht viel Luft unter seinem Hintern.

Kurz vor der Höhle ist meines Erachtens die schwerste Stelle, aber sie ist kurz und mit jeder Begehung wird sie leichter. Lustig ist auch der Verlauf durch die Höhle. Einerseits ist es teils eng, anderseits ist es faszinierend, in dieser Höhe plötzlich ein bisserl im Berg zu verschwinden. Wir schießen Fotos und haben unseren Spaß.

Nach der Höhle ist es dann eigentlich geschafft. Es folgt der im Vergleich zum restlichen Steig leichte Ausstieg aufs Plateau. Geschafft – cool war’s. Gernot ist mit seinem Skylotec glücklich. Ich bin froh, dass wir ab sofort kein Seil mehr auf Klettersteigen mitschleppen müssen. Next Level erreicht. 😉

Wir kehren zur Abwechslung mal in der Seehütte ein. Die Grammelknödel sind eine Empfehlung wie auch der Marillen-Marzipan-Strudel. Auch Gernot, der Espresso-Fetischist, kommt auf seine Rechnung: es gibt Kaffee aus der Moka-Kanne. Da verdirbt nicht einmal der Holzknechtsteig im Abstieg den Tag. Ich rutsche ja auch nur zweimal aus. Gernot empfiehlt ein MFT-Board zur Schulung des Gleichgewichtssinnes. Vielleicht einmal!

Details der Tour auf garmin.com

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