Gernot, Mio und ich sind unterwegs. In Wien ist es seit Weihnachten ungewöhnlich kalt. Also, die letzten paar Jahre war es deutlich wärmer. Egal, oben soll es wärmer sein. Schauen ma a mal.
Wir parken auf dem eisigen Parkplatz am Knappenhof. Die schweren Schuhe kommen dran, auch wenn es nach wenig Schnee aussieht. Aber in den Rinnen und im Windschatten wird schon so viel liegen, dass die halbhohen Schuhe keine Freude wären.
Mit den Grödeln im Rucksack haben wir Nöte, die Eispiste bis in den Wald zu meistern. Aber ab dem Wald wird alles gut und immer wärmer. Und irgendwann sitzt Gernot Mitte Jänner auf einem Baumstumpf und legt Schichten ab. Dazu sitzt er gar unbeeilt mit blanken Beinen in der Jännerluft. Die Klimaerwärmung ist back, und eine Schneerose auch schon da. Oha, die muss sich aber im Kalender verlesen haben.
So schwitzen wir den Thörlweg hinauf. Oben liegt dann tief Schnee. Schneerutsche unterschiedlicher Größe haben ihn weg- oder zusammengeschoben. Die Schuhwahl war korrekt. An eine Skitour ist nicht zu denken. Am Plateau dann wildester Bruchharsch. Da wäre man mit Skiern zumindest im Aufstieg besser dran, aber abfahren magst du da nicht.
Wir erreichen das Otto-Haus und besteigen den Jakobskogel. Weiter geht es zur Bergstation der Rax-Seilbahn. Nix los, weit und breit. Leider ist auch die Menüauswahl sehr eingeschränkt.
Runter sind wir dann die ersten seit den letzten Schneefällen, die den Gsohlhirnsteig gehen. Mio springt und versinkt. Bergab hält er das aus und hat Freude am Abstieg. Auch für uns ist der Abstieg im Schnee angenehm. Im Wald dann noch ein bisserl Eis, ehe es aper wird und die Schneerosen übernehmen. Die werden sich bald nicht mehr bei in unseren Breiten halten. Oder sollen sie im November blühen?
Auch der Knappenhof hat seinen Eispanzer abgeworfen. Alles gut! Tadellose Tour mit doch um die tausend Höhenmeter an der frischen Luft!








