Brandschneide

Renates Knie will getestet werden. Es ist Samstag, der Himmel blitzblau, optimale Herbstwanderbedingungen. Der Plan ist rauf zum Test, runter mit der Seilbahn. Die Seilbahn ist zu den interessanten Zeiten ausgebucht. Also Brandschneide von Kaiserbrunn. Während schon vor neun Uhr in Hirschwang die Autos alles zuparken, ist es in Kaiserbrunn ruhig und es bleibt ruhig.

Mio, Renate und ich starten durch den Wald. Es geht stetig bergauf. Das schaut nach eintönigem Kardiotraining aus, aber dann kommen doch Fotoecken und Ausblicke über das Höllental und rüber zum Schneeberg – nice! Die „Schlüsselstelle“ umgeht Mio ohne zu zögern. Warum denn die Leiter verwenden, wenn es auch ein Wegerl rundherum gibt? Die Brandschneide aka Camillo-Kronich-Steig ist technisch meines Erachtens nicht schwer und als durchaus fordernde 1.000 hm ein feines Training fürs Herz bei tollen Ausblicken.

Bei der Bergstation herrscht reges Treiben. Der Betreiber hat das Gasthaus oder das Bergrestaurant bestens im Griff. Wir gönnen uns lokale Hirschspezialitäten – wirklich vorzüglich. Renate würde gerne weitergehen. Die gebuchte Talfahrt um 13:30 argumentiert aber für die Vernunft. Unser Auto steht in Kaiserbrunn, und so mache ich mich auf den Abstieg über die Brandschneide bereit. Renate schätzt, dass ich eineinhalb bis zwei Stunden brauchen werde. Das nehme ich persönlich und bin nach 45 Minuten beim Auto. Meine Oberschenkel werden mich zwei Tage lang daran erinnern. Knietest für Renate und mich bestanden.

Die Brandschneide ist eher ruhig und damit am Wochenende eine attraktive Alternative zur Seilbahn. Allerdings steht das Auto etwas unglücklich. Für uns hat es gepasst.

Die Tour auf Garmin