4. Skitour: Altenberg – Kutatschhütte – Windberg (1.904m) – Blarergraben

Details der Tour via Garmin
Tour in 3D via Doarama

Auf diese Tour habe ich mich brav vorbereitet. Da werden Karten studiert, Foren durchstöbert, Google Earth und Orthofoto betrachtet,… Bergfex.at und Alpenvereinaktiv.com sind meine beiden Apps, auf denen ich die Touren offline dabei habe. Auch ist die Schneelage nicht so sicher. Wenn in der Steilrinne nicht genug Schnee ist, muss ich entweder wieder rauf oder irgendwie ohne Schier runter. Beides nicht lecker. Also, Steigeisen und Pickel kommen auch mit. Das macht den Rucksack definitiv nicht leichter!

Meine gewählte Route geht durch den Steingraben direkt zur Kutatschhütte hinauf. Es ist steil – mühsam steil. Nicht zu vergleichen mit dem Wienerwald. Die Kehren mit den Steigfellen sind ein Graus. Man muss mit dem Rücken zum Tal wenden. Anders geht es nicht, weil die Ferse ja nicht in der Bindung fixiert ist. Aber mit den Kehren kommt die Übung. Zeitlich hat der Abkürzer bzw. die Direttissima vermutlich auch nicht viel gebracht. Jedenfalls bin ich bei der Kutatschhütte schon recht fertig. Umziehen, Jause, Tee und Nachdenken, ob ich nicht doch gleich abfahren soll.

Kardio-Training habe ich sicher schon genug. Kuchen und getrocknete Früchte wecken neue Lebensgeister und ich starte über das menschenleere Hochplateau der Schneealpe Richtung Windberg. Zwei Gämsen wundern sich über den einsamen Wanderer, aber sonst ist hier wenig los. Der Gipfel ist völlig aper. Am Windberg geht natürlich .. Wind. Etwas Zeit bleibt, um Ausblick und Menschenleere zu genießen. Aber dann geht es los.

Vom Gipfel geht es schon mal steil, aber nicht besonders aufregend aufs Plateau hinunter. Das Schneealpenhaus lasse ich zu meiner Rechten und fahre in den Blarergraben ein. Einige Spuren führen in den Graben. Dann sehe ich auch eine Spur heraufziehen. Mist, wenn ich in der Rinne umdrehen und wieder rauf muss, dann habe ich ein bisserl viel Kardio-Training an diesem Montag.

Anfangs ist es schön steil und weit. Leider ist der Schnee weder durchgängig weich oder hartgepresst. An manchen Stellen ist er mit einer Eisschicht überzogen und drunter pulvrig. Also, schön konzentriert, Gewicht nach vorne, keine Rückenlage, sonst geht es da eher unkontrolliert abwärts. Schifahren kann ich ja, und die Tourenausrüstung macht auch beim Abfahren gute Figur. Weiter unten führen die Spuren weiter, aber Spuren im Treppenschritt kommen rauf. Von meinem Kartenstudium habe ich im Kopf, dass ich links weit umfahren muss. Das tue ich auch. Hier beginnt der Wald und auch im Wald ist es noch echt steil. Im Wald fahre ich nicht mal mehr Schwünge. Der Schnee ist harschig. Ganz defensiv mache ich Spitzkehren – mit dem Rücken zum Hang ;-). Nach meiner Umfahrung blicke ich nach oben. Das Kartenstudium hat sich ausgezahlt. Zwei Eisfälle von ein paar Metern Höhe habe ich umfahren. Sollte man sich merken. 😉 Die weitere Abfahrt ist mühsam. Gestrüpp, das nicht vom Schnee bedeckt ist, will umfahren oder auch umgefahren werden. Erst weiter unten, wo der Lohmgraben ausläuft, kann man es wieder laufen lassen. Nach fünf Stunden bin ich wieder beim Auto zurück.

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