Wochenende in Bratislava

Sabine war noch nicht in Bratislava, ich war schon oft dort, und Mio kommt ganz aus der Nähe. Spontan entschließen wir uns für einen Ausflug in die nähest gelegene Hauptstadt. So gut wie kein Pfingstverkehr ist auch ein Argument. Gut, bei der Hotelauswahl hätte ich mehr Sorgfalt walten lassen können. Da hätte man um dasselbe Geld mehr Inhalt bekommen können. Das einzig freie Zimmer, die Romantik Suite, ist ein bisserl in die Jahre gekommen aber großzügig auf zwei Stockwerke verteilt. Das Hotel Arcadia liegt ruhig in der Altstadt – Jammern auf hohem Niveau. Das Private Spa ist ebenso einen Erwähnung wert.

Bratislava ist ein schöne Stadt. Mein letzter Besuch ist schon mehr als zehn Jahre her. Das ist Garant, dass ich mich fast an nichts mehr erinnere. Wir genießen die zwei Tage. Da passt alles.

Am ersten Abend wählen wir zufällig den Asiaten Iasai aus. Das Essen ist so gut, dass wir am zweiten Abend nochmals vorbeikommen. Das ist eigentlich nicht unsere Art. Aber wir sind sicher, dass der Asiate nicht zu toppen ist und pfeifen somit auf Prinzipien.

Am Sonntag geht es noch südlich von Bratislava auf eine Halbinsel in der Donau. Das Danubiana Meulensteen Art Museum ist ein Volltreffer. Erst denken wir, dass es geschlossen ist. So ein schönes Areal, aber kaum ein Mensch da. Das Schild „Open“ lässt versuchen und wir betreten ein feinst gestaltetes Museum. Mio darf nicht nur mit, er bekommt sogar ein Besucherpaket inklusive Leckerlis. Die Werke gefallen nicht nur Beene sondern auch mir. Die meisten Exponate sind innen, aber auch im Freien gibt es einiges zu sehen. Der Biber, der da an der Böschung der Donau, haust, bereitet Mio aufgeregte Momente, ist aber vermutlich nicht Teil der Ausstellung. In verschwenderischer Umgebung gibt es noch bei mehr Kellnerinnen als Gästen feinste Mehlspeisen und Kaffee auf der Terrasse. So lässt es sich leben.